Mittwoch, 18. Juni 2008

die Zahl des Tages: D R E I

Drei Tage Seminar in Herborn liegen nun hinter mir, dieses Mal war es sehr interessant und vollkommen anders als der katastrophale erste Teil im März. Als ich nach Hause komme werde ich von meinen beiden Tigerdamen stürmisch begrüßt und entdecke sofort ihre „Minibar“, welche ich umgehend schließe.

Ich bin froh heute Abend wieder in mein eigenes Bett fallen zu können und das die Zeit der Völlerei für uns alle vorbei ist – heute Abend gibt es schon „nur noch“ Salat.
Die letzten drei Tage gab es ständig wahnsinnig gutes und davon auch noch viel zu viel und oft Essen (Frühstücksbuffet, ständig Kekse, Lunch inkl. Salat vorweg, Kuchen und abends drei Gänge und vielleicht ein Gläschen Wein), Dirk hat sich bei McDonalds versorgt und die Tiger scheinbar heute Mittag zusätzlich mal selber. Gefühlte drei Kilo mehr bringe ich ebenfalls mit nach Hause.

In Herborn bin ich leider nicht (obwohl ich alles mitgenommen hatte) gelaufen um meinen Rücken zu schonen. Was der auch immer seit meinem Samstagmorgenlauf gehabt haben mag, ich hoffe es ist gut und wird auch nicht wieder kommen. Die Vermutung das es einfach für den Rücken zuviel war letzte Woche (Montag, Mittwoch, Freitag und Samstag mit insgesamt 32 Kilometern) liegt da nahe und so hatte Herborn zusätzlich etwas gutes. Heute ist mein Lang-Lauf-Mittwoch, es ist warm mit 25 Grad und ich versuche mit Trinkflasche zur Nidda, an der Nidda und zurück zu laufen. Das ist die Strecke (plus 2 Kilometer) dessen Steigung auf den letzten 3 Kilometern mich so fertig gemacht hatte das ich deprimiert, frierend und mit einem Puls von 188 vor ein paar Wochen nach Hause gehen musste. Mulmige Gefühle begleiten mich beim los laufen und der Erinnerungen an die Strecke, die Trinkflasche ist störend und überhaupt nicht angenehm und ich fühle mich moppelig! Als ich nach 3 Kilometern an der Nidda ankomme sieht die Welt bereits entschieden besser aus. Die Trinkfalsche stört zwar immer noch immens, ich habe mich aber mit ihrem Dasein an mir abgefunden und versuche das erste mal während dem Laufen zu trinken. Ich trinke, habe anschließen klebrige Hände und nach drei Schlucken niemals mehr als 30 ml in mir, aber egal. Mir ist warm und daran kann auch der Anblick der bestimmt kühlen Nidda nichts ändern. Als ein Läufer mit richtigem Tempo mir entgegen kommt, fühle ich mich schlagartig verdammt langsam – laufe aber mein Tempo weiter denn ich habe noch 5 Kilometer vor mir. Irgendwann verlasse ich die Nidda und nun kommt das mentale Problem der Strecke: die minimale Steigung auf den nächsten drei Kilometern. Aber auch die schaffe ich ganz gut und so komme ich nach 1 Stunde, 14 Minuten und 7 Sekunden und 10,3 gelaufenen Kilometern wieder zu Hause an, das alles bei einem durchschnittlichen Puls von 154 und einem Durchschnittstempo von 7,11 Minuten pro Kilometer.

Es war nicht so leichtläufig wie am vergangenen Mittwoch, aber das wäre dann wohl auch zu einfach – entscheiden für mich ist das es wieder 10 Kilometer waren. Leider merke ich nun wieder leicht meinen Rücken und werde mal abwarten was er morgen früh sagt.

Drei ist heute meine Zahl ! ! !

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Wow, 10 km! Davon kann ich momentan noch träumen. Super, dass du das so durchziehst.

Liebe Grüße
Simone